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Brot und Spiele

Brot und Spiele – Pax romana – pax americana – Steine zu Brot?

Grundsätzlich können drei Phasen des Imperialismus bzw. Hegemonialismus unterschieden werden: die frühen theokratischen Reiche des Ostens (Kaiserreiche China und Japan), Persien und die ägyptisch chaldäischen Reiche der Priesterkönige im Nahen Osten. Dann die Phase des römischen Kaiserreiches, welches in den Imperialismus des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation einmündete und in einem Gott-Kaisertum, das, beeinflusst durch das Papsttum, versuchte, die Macht der Kirche aufrechtzuerhalten. Als drittes sind weder das napoleonische Kaiserreich noch das braune 1000-jährige Reich Hitlers noch das Reich der roten Zaren der Sowjetunion groß davon zu unterscheiden, da in ihnen versucht wurde, alte „1000-jährige“ Reiche zu imitieren. Die dritte Phase ist vor allem im angloamerikanischen Wirtschaftsimperialismus zu verorten, der im 19. Jahrhundert seinen Anfang nahm und sich bis heute weiter, stärker und immer totalitärer ausprägt.

Unipolare Auffassungen des Staatswesens führen zu Intoleranz und Unterdrückung

Dominiert, wie dies in den theokratischen Hegemonien der Fall war, das Geistesleben in Form von Ideologien oder Dogmen, wirkt es mittels des Politisch-Rechtlichen diktatorisch parasitär an der Wirtschaft.
Dominiert das Politisch-Rechtliche, welches den bürgerlichen Egoismus zu kanalisieren hat – Beginn der fatalen Unterscheidung zwischen Recht und Gerechtigkeit durch den Übergang des göttlichen Rechts (fas) zum bürgerlichen Recht (jus) – saugt es die Wirtschaft aus, das Bildungswesen wird autoritär verwaltet und wirkt ideologisch. Wirtschaftliche Schwierigkeiten werden aus bloßer Routine oder durch Zwangsmaßnahmen angegangen, weil das staatlich-rechtliche System auch das Gewaltmonopol inne hat und so notwendigerweise konservativ auf dem etablierten System beharrt. Diese Fehlentwicklung war und ist auch im Kommunismus zu beobachten.
Dominiert aber die Wirtschaft, wie dies im angloamerikanischen Wirtschaftsimperialismus der Fall ist, der heute unter dem Vorwand der Demokratisierung und Durchsetzung der Menschenwürde – als einem plumpen Lügenkonstrukt -, weltweit um sich greift, erhalten die Kultur, das Bildungswesen sowie das Staatsrecht mit dem Gewaltmonopol Warencharakter und werden ebenso wie der Mensch selber einzig unter dem Gesichtspunkt des jeweiligen wirtschaftlichen Nutzwertes gesehen.

Anglo-amerikanischer Wirtschaftsimperialismus und moralisch-kulturelle Dekadenz oder Tittytainment als Globalisierungsfalle

Der Wirtschaftsimperialismus hat durch das raffinierte Instrument der Kreditvergabe, die als Guthaben verbucht, die Funktion von ‚Zins und Zinseszins‘ auslöst und damit durch die Geldschöpfung aus dem Nichts (Fiat money) und die Spekulation die gesellschaftliche Entwicklung totalitär kommerzialisiert und so alles zur Ware gemacht, was ursächlich nie Ware sein dürfte: Geld, Arbeit, Boden und dadurch den Menschen selbst.
Zwei wichtige und gewichtige amerikanische Präsidenten sprechen es deutlich genug aus:
Dem Erst-Weltkriegs-Präsidenten Woodrow Wilson wurde erst viel später bewusst, nach dem 1913 überhastet beschlossenen Gesetz über das FED (Federal-Reserv-System), mit dem Geld- und Kreditsystem einem privaten Bankenkonsortium übertragen wurde, woran er mitgewirkt hatte: „Ich bin ein höchst unglücklicher Mann. Ich habe unbeabsichtigter Weise mein Land ruiniert. Eine große Industrienation wird nun von ihrem Kreditsystem beherrscht. Unser Kreditsystem liegt konzentriert in den Händen einiger weniger. Wir sind zu einer (…) der am meist kontrollierten und dominierten Regierungen der Welt geworden, (…) Unsere Regierung basiert nicht länger auf der freien Meinung, noch auf der Überzeugung und dem Mehrheitsbeschluss, es ist nun eine Regierung, welche der Überzeugung und dem Zwang einer kleinen Gruppe marktbeherrschender Männer unterworfen ist.“
Franklin D. Roosevelt, US-Präsident von 1933-1945, schrieb in einem vertraulichen Brief: „Die tatsächliche Wahrheit ist, dass seit den Tagen von Andrew Jackson (US-Präsident 1829-1837) gewisse Teile der großen Finanzzentren die Regierung beherrschen.“
So ist es in der Tat, das Politiker seit dem schicksalshaften Jahr 1913 bloß noch ausführende Organe einer ‚kleinen, marktbeherrschenden Gruppe von Männern‘ sind. Diese haben kein Interesse daran, dass sich der einzelne Mensch zur Mündigkeit, d.h. zu eigenständigem Denken, entwickeln kann. Ebensowenig wie dies in den theokratischen Kaiserreichen oder im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation oder in sämtlichen totalitären Staaten seit dem 19. Jahrhundert der Fall war.
Der Wirtschaftsimperialismus unterscheidet sich dadurch von allen anderen Imperialismen, dass er das ‚Tittytainment‘ als Falle für die Menschen entdeckt hat. Dieses nimmt dem Menschen das eigene Kulturschaffen und damit das eigenständige Denken ab. So wird der Mensch dumpf gemacht, d.h. seine Intelligenz wird in eine Richtung gelenkt, die es verunmöglicht, neue Gedanken zu denken, da die Tittytainment-Industrie den Konsum-Bauch so lange pinselt, bis er zufrieden ist und ruhiggestellt. Umso schrecklicher wird das Aufwachen sein, wenn die Erkenntnis kommt, dass die völlige Versklavung durch die unersättlichen Bedürfnisse des Bankenkartells, das die Welt beherrscht, gelungen ist.

Treffende Analysen gibt es jede Menge – Auswege?

Es ist auffällig, wie viele intelligente Analysen der oben geschilderten Entwicklung es gibt. Ebenso auffällig ist es, dass es schwierig ist, Lösungsansätze zu finden, um aus dem raffiniert angelegten Irrgarten ‚Geld- und Kreditsystem des Fiat money‘ herauszufinden. Wo ist der Faden der Ariadne? Lösungsansätze bedürfen des die Analyse ergänzenden Denkens der Synthese, diesem obliegt es, die Fakten aus der Beobachtung, deren Feld sämtliche Phänomene angehören, zu welchen auch jene der Analyse zu zählen sind, neu zu denken und mit der Wirklichkeit abzustimmen.
So finden wir den Faden der Ariadne in uns selber, indem wir gesicherte Fakten, seien diese statistischer oder universitär theoretischer Art, ebenso als Beobachtungen behandeln wie alles andere, was uns im Feld unserer Wahrnehmungen und unserer Vorstellungen begegnen kann. Dabei darf es aber nicht bleiben, denn unsere Wahrnehmungen und unsere Vorstellungen sind geprägt durch unser Umfeld und durch die Medien … „Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien“. Wir müssen also aus eigener Initiative suchen und finden.

Grundverständnis des Wirtschaftens

Es braucht den Willen sich in Grundideen hineinzuarbeiten, wenn wir die Natur, die Gesellschaft und die Geschichte verstehen wollen und was aus diesen Grundideen herauswächst, ist dasjenige, was zu uns sprechen und durchschaut werden will.
Das fundamentale Verständnis für die Grundlage der gesellschaftlichen menschlichen Entwicklung finden wir in ihrer eigenen, sich über die Jahrhunderte entfaltenden Wirksamkeit: In der Urproduktion finden sich vorerst ausschließlich Menschen zusammen, die an der Natur arbeiteten. Durch diese Arbeit ernähren sie sich selber und die von dieser Arbeit Freigestellten: die Kinder, die Alten, die Kranken, schwangere Frauen, zur Arbeit Unfähige. Die Gesamtheit der körperlichen Arbeit an der Natur sorgt für die Bedürfnisse der Gesamtbevölkerung. Durch die Zirkulation von Waren entsteht Wertbildung in der Wirtschaft. Das Ergebnis körperlicher Arbeit, das von einer bestimmten Bevölkerungszahl auf einer existentiell von ihr benötigten Bodenfläche geleistet wird, ist als Urwert in diesem Sinne ‚reiner‘ Naturgewinnungswert und bildet die Basis der Geldschöpfung.
Als weiterer Schritt stellt sich die Organisation der körperlichen Arbeit an der Natur durch Intelligenz heraus. Dies geschieht durch die von der Arbeit an der Natur freigestellten arbeitsfähigen Personen. Sie bewirken eine Rationalisierung der Arbeit an der Natur. Die eingesparte Arbeit an der Natur entspricht als Überschuss aus dieser Arbeit der Bevorschussung der in Industrie und Dienstleistung tätigen Personen. Diese erleichtern und rationalisieren die Arbeit an der Natur. Die Organisation der körperlichen Arbeit bedeutet geistige Arbeit im volkswirtschaftlichen Sinn. Die Überschüsse aus der Arbeit an der Natur durch Rationalisierung bilden das Entstehungsmoment von Industrie und Dienstleistung. Sie beinhalten die Emanzipation von der Arbeit unmittelbar an der Natur. Dadurch wird Kapital als Produkt der Ideenfähigkeit gebildet. Kapital hier im Sinne eines weiteren Produktionsfaktors (Maschinen, Arbeitserleichterungen, Transportmittel usw.) neben Arbeit und Boden. Die nichtproduktiven Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie Kunst, Literatur, Pflege, Ideen zur Rechtsprechung usw. müssen ebenso durch die Überschussproduktion aus der Arbeit an der Natur versorgt werden, welche mit den Fortschritten der Industriealisierung stetig zunimmt. Immer weniger Menschen können immer mehr Menschen ernähren.

Zins und Zinseszins

Das Geld selber als Äquivalent zur zirkulierenden Ware ist keinesfalls als Ware zu betrachten, sondern als Abbild eigentlicher Waren-Tauschgeschäfte, die aber ihrem Charakter gemäß in ihrer Abwicklung viel zu kompliziert wären. So kommt es auch zur Differenzierung im Geldsystem, da Bargeld als staatlich gesichertes Äquivalent zur Ware im weltweiten Warentausch zu kompliziert wird, ist das staatlich nicht oder nur teilweise abgesicherte Giralgeld der Ausweg, den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig ist mit dem Giralgeld das raffinierte Mittel entstanden, die Menschen völlig in die Finger der Banken zu geben. Daher kommt auch die Tendenz, das Bargeld nach und nach abzuschaffen. Ist dieser Schritt getan, entfällt per Definition jeglicher rechtliche Anspruch auf Geld völlig oder teilweise. Giralgeld ermöglicht die Geldschöpfung aus dem Nichts, die dadurch geschieht, dass Kredite als Guthaben für neue Kreditvergaben zu Zins und Zinseszins vergeben werden. Mit der Bodenproduktion als Basis für die Geldschöpfung wird die Geldschöpfung aus dem Nichts verhindert, da so die Geldmenge beschränkt ist. Damit der Wirtschaftskreislauf funktioniert, muss das Geld in stetem Fluss sein. Wird Geld gehortet oder in die Finanzwirtschaft, als einem sekundären Wirtschaftskreislauf aus der Realwirtschaft abgezweigt, dann ist der Wirtschaftskreislauf der Realwirtschaft gestört. Die Aufhebung des Zinseszinses und womöglich ein Zins, der den Aufwand der Gelddienstleistungsinstitute entschädigt, sind wahrscheinlich zu wenig wirkungsvoll, als dass das Horten von Geld aufgegeben wird. Daher ist es wohl notwendig, um das Geld im Wirtschaftskreislauf zu halten, dass eine jährliche Entwertung von Sparkapitalien stattfindet. Der Prozentsatz der Entwertung muss in der Praxis herausgefunden werden.
Ebenso stören Zins und Zinseszins auf Leihgeldern und Kreditvergaben den Wirtschaftskreislauf. Diese müssten womöglich zinsfrei und auf Zeit ablösbar und erneuerbar sein.

Der richtige Preis

Die Überschüsse der Landwirtschaft durch eingesparte Arbeit und die dadurch ermöglichte Kapitalproduktion (Maschinen, Werkzeuge usw.) auf Grund von Ideen in Industrie und Dienstleistung von Menschen, die von der Arbeit an der Natur freigestellt sind, müssen sich in einer gesunden Volkswirtschaft immer die Waage halten.
Das Geld ist, wie oben dargestellt, ein Spiegelbild des Wertes der Bodenproduktion bzw. der Summe der körperlichen Arbeit an der Natur. Es gibt keinen andern Standard für die Geldmenge als die Wertkonstante des Sozialproduktes einer wirtschaftenden Gemeinschaft.
Dem Wirtschaftsstrom des Warenangebotes und der Nachfrage nach Geld kommt der andere Strom der Nachfrage nach Waren und des Angebotes von Geld entgegen. Im Aufeinandertreffen dieser beiden Ströme, so dachte man bis jetzt, bildet der Markt automatisch den Preis. Dem ist aber nicht so, sonst müsste es die Preisüberwachungsämter in modernen Industriestaaten nicht geben. Preise werden noch und noch manipuliert zugunsten von Kartellen und unseriösen Unternehmern.
Letztlich geht es darum, den richtigen Preis zu finden: Der Hersteller eines Produktes muss für dieses den Preis erzielen, der es ermöglicht, seine eigenen Bedürfnisse und die seiner Angehörigen sowie die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter und deren Familien zu befriedigen. Als Verbraucher, die den Preis zu zahlen haben, kommen er selber, die Mitarbeiter und deren Familien sowie jeder potenzielle Verbraucher außerhalb in Frage. Dem Betrieb wird aufgetragen, seine Produkte so zu verkaufen, dass der Erlös zur Deckung der Gesamtheit der Bedürfnisse der zugehörigen Familien durch die Produkte anderer Betriebe ausreicht. Wenn jeder sich so verhält, dann kommt die Wirtschaft ins Gleichgewicht. Jede Preis- und Einkommensbildung ist eine Entscheidung über Lebensraum in der Zukunft und sollte, weil sie dies ist, auch aus dieser Erwägung heraus und aus den mit ihr verbundenen Abschätzungen getroffen werden. Dieser Prozess ist allein und einzig ein Prozess des Wirtschaftens. Die Politik hat hier keine Berechtigung einzugreifen, wie das z.B. in sozialistischen Staaten oder aber auch in der Subventionswirtschaft der Fall ist, wo staatliche Gelder (Steuern) die Preisbildung verfälschen.

Preis und Einkommen

Die Frage entsteht, ob es einen objektiven Maßstab für die Bedürfnisse der Einzelpersonen gibt. Da Bedürfnisse subjektiv sind, ist dies schwierig. Dennoch können keine illusorischen Bedürfnisse seitens des Herstellers an den Verbraucher gestellt werden. Eine Richtlinie dazu kann im Pro-Kopf-Nationaleinkommen gefunden werden. 2012 beispielsweise betrug dieses in der Schweiz 46‘200 SFr. Dies könnte als Richtwert 1 bezeichnet werden. Die Richtzahl des Bedürfnisses für eine vierköpfige Familie könnte natürlich nicht einfach mit vier multipliziert werden. Aber man könnte sich denken, dass Vater und Mutter je mit Richtwert 1 bedacht würden. Dann das erste Kind mit Richtwert 0,5 und das zweite Kind mit Richtwert 0,25. Dies ergäbe das Bedürfnis von 127‘050 SFr. Davon könnte diese Familie gut leben. Diese ‚Anregung durch einen Richtwert‘ kann eine Gesprächsgrundlage zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur freien Vertragsverhandlung darstellen, die es ermöglicht, die Arbeit aus dem veralteten Abhängigkeitsverhältnis zwischen Unternehmer und Arbeitsleister, welche durch die Lohnzahlung bedingt ist, herauszulösen. Die Preise sind wie oben dargestellt so gestaltet, dass sie als Einkommen, nach Abzug aller Unkosten, die Bedürfnisse des Herstellers und seiner Mitarbeiter mitsamt deren Angehörigen befriedigen können. Die Arbeit darf nicht mehr als Ware betrachtet werden, was sie durch an Arbeitsleistung gebundene Lohnzahlung wird, sondern sie soll aus dem rein Wirtschaftlichen in den rechtlichen Bereich gehoben werden, wo sie auch hingehört, da das Arbeitsverhältnis vertraglich geregelt wird. So soll es ermöglicht werden, dass jedes Mitglied der menschlichen Gesellschaft seine der Kulturentwicklung angepassten Lebensbedürfnisse befriedigen kann. Die Abgrenzung gegenüber kommunistischen Ideen wird klar gezogen. Im Kommunismus wird der Preis durch den Staatsfunktionär festgelegt. In der hier abgehandelten Denkweise stehen die wirklichen Lebensbedürfnisse der Hersteller und die wirklichen Möglichkeiten der Verbraucher im Zentrum. Beide sollen der Kulturentwicklung angemessen sein. Die Lebensbedürfnisse der Arbeitnehmer werden im freien vertraglichen Verhältnis mit dem Arbeitgeber in Berücksichtigung des Pro-Kopf-Nationaleinkommens unabhängig von der Arbeitsleistung vertraglich-rechtlich geregelt. Damit wird die Gefahr der Lohnversklavung verhindert.

Invers polares Verhältnis
So muss der Betrieb schauen, dass er mit seinen Mitarbeitern durch die Qualität seiner Warenangebote, die Nachfrage so aktivieren kann, dass in etwa die Pro-Kopf-Einkommen, die den Lebensbedürfnissen des Arbeitsleiters und der Arbeitsleister mit ihren Familien erreicht werden. Danach müssen sich die Preise seiner Waren richten. So wird Angebot an Waren zu dem notwendigen Preis zu einer Nachfrage nach Geld des Verbrauchers. Der Verbraucher hat eine Nachfrage nach Waren und ein bestimmtes Angebot an Geld. Das Verhältnis ist also invers polar und muss zur Deckung kommen, wenn die Wirtschaft gesund ist. Den Menschen, die nicht produktiv tätig sind, also Künstlern, Schriftstellern, Spitalpersonal, Pflegepersonal im allgemeinen, Juristen, Lehrern, Pädagogen, Pastoren usw. muss dieses Pro-Kopf-Einkommen natürlich ebenso zur Verfügung stehen. Es wird durch die produktiv arbeitende Bevölkerung erarbeitet und besteht aus den erreichten Überschüssen. Bis heute wird dies durch ‚erzwungene‘ Schenkungen (sprich Steuern) oder freie Schenkungen (Sponsorentum) ermöglicht. Im Idealfall können durch freiwillige Schenkungen staatliche Steuern mehr und mehr reduziert werden.
Ziel wäre es, dass sich in wirtschaftlichen Assoziationen, in denen sich regionale Betriebe (Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen) mit gesellschaftlichen Institutionen (Altersheime, Gemeinden, Kantone, Bund, Armee, Polizei, Gerichte, Gefängnisse, Feuerwehren) und kulturellen Korporationen (Bildungswesen, Gesundheitswesen, kirchliche Institutionen jeglicher Religion, Kunstschaffen) zur wirtschaflichen Zusammenarbeit finden könnten. Diese können sich grenzübergreifend regional bilden, da sie nicht zwingend mit den Grenzen ihrer Nation übereinstimmen müssen. Z.B. Region Oberrhein oder Tessin-Norditalien usw. In den Assoziationen lassen sich unterschiedliche Ausprägungen zwischen invers polaren Angeboten und Nachfragen regeln. Der Staat regelt einzig, was auf rechtlicher Ebene alle Errungenschaften des Arbeitsrechts, die zur Wahrung der Menschenwürde und der freien Entfaltung des Individuums notwendig sind: z.B. Arbeitszeit, Ferien, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsschutz usw. Alles andere wird in der wirtschaftlichen Assoziation geregelt und hängt von den regionalen Begebenheiten ab.

Tripolares Staatswesen
Wo der Staat keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugriff haben darf, da dort die Freiheit des Geistes wirken können muss, das ist im kulturellen Bereich. Einzig dort darf er Zugriff nehmen, wo die Menschenwürde und die Freiheit der anderen Menschen durch intolerante, menschenunwürdige kulturelle Tätigkeiten gefährdet sind (menschenverachtende Brutalitäten, Obszönitäten, Diskriminierung, usw). Dies ist durch demokratische Gesetzgebung des politischen Rechtslebens zu regeln. Alles andere muss der freien Initiativkraft überlassen werden, die alle drei Bereiche des sozialen Zusammenlebens befruchtet. Den eigenen kulturellen, den politisch, parlamentarisch demokratischen und durch die innovativen Ideen den wirtschaftlichen Bereich. Das Ideenleben einer Gesellschaft ist deren wahres Kapital und deren Reichtum.

Unipolarität, Multipolarität
Seit dem 19. Jh. zeigt sich am anglo-amerikanischen Imperium, dass das unipolare Hegemonialstreben nur mit Gewalt aufrecht zu erhalten ist. Die weltweite wirtschaftliche Vorherrschaft wird mit militärischer Macht angestrebt und durch ein vorangehendes Säuseln mit Engelszungen, welches die Lügen von der Pax Americana verbreitet und Demokratie und Menschenwürde verspricht.
Wie aus der Abhandlung zu ersehen ist, gehört ein solches Streben der Vergangenheit an und ist zum Scheitern verurteilt – es ist einzig zu hoffen, dass dieses Scheitern die verheerenden Blutspuren des vergangenen Jahrhunderts nicht weiter zieht und nicht weitere Hunderttausende und Millionen von unschuldigen Menschenopfern zur Folge hat.
Die angestrebte Multipolarität der BRICS-Staaten kann nur zum Fortschritt der Menschheit führten und zu einem friedlichen Zusammenleben eigenständiger Völker, wenn die hier dargelegten Funktionen in der Ökonomie erkannt und verwirklicht werden.

Fritz Frey, Basel, 27. Juli 2015

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