Startseite » Lektüretipp (Sachbuch)

Lektüretipp (Sachbuch)

„Wir sind die Guten“ von Mathias Bröckers und Paul Schreyer

indexVerfasst von gewandten Schreibhandwerkern, liest sich das zweihundertseitenstarke Buch von Mathias Bröckers und Paul Schreyer wie ein Krimi. Dabei wird ein weiter Bogen gespannt – die Geschichte der Ukraine, die Bedeutung von Energievorkommen in Russland und im Kaspischen Becken sowie die Agitatorenrolle der CIA kommen ebenso zur Sprache wie die verborgenen amerikanischen Interessen an den Farbrevolutionen, die Rolle des Atlantic Councils, einer transatlantischen Denkfabrik, und jener der Leitmedien und einflussreicher Lobbynetzwerke.

Dass man dieses Werk nicht einfach so mit der üblichen Ach-was-ist-das-für-eine-Verschwörungstheorie-Keule bodigt, liegt daran, dass die Argumente abgestützt sind. Im Kapitel über die Leitmedien und Lobbynetzwerke zum Beispiel auf die Dissertation von Uwe Krüger, deren Resultat selbstverständlich von den tonangebenden Medien unter den Teppich gekehrt wurde. Dazu schreiben die Autoren:

Der Medienwissenschaftler Uwe Krüger hat kürzlich eine Dissertation zu genau dieser Verbindung von deutschen Leitartiklern und Elitenetzwerken vorgelegt, die präzise und ohne Polemik darlegt, wer da tatsächlich alles wo und mit wem verflochten ist. Krüger war in seiner medienanalytischen Arbeit zunächst aufgefallen, dass die Chefs der außenpolitischen Ressorts der einflussreichsten deutschen Zeitungen in ihren Kommentaren allesamt mehr oder minder uniform die gleiche Politikrichtung lobten: pro Auslandsinterventionen, pro Rüstung, pro USA. Der Wissenschaftler machte sich dann daran, in seiner Doktorarbeit zu überprüfen, ob dieser erste Eindruck tatsächlich sachlich zutreffend ist – und in welchem Zusammenhang das Wirken von Denkfabriken und Stiftungen steht, mit denen diese Journalisten verbunden sind. Sein ernüchterndes Ergebnis wurde dann allerdings – wenig überraschend – von den großen Medien ignoriert. (Bröcker, Schreyer, S. 129)

Es ist schwer zu hoffen, dass viele europäische Politiker dieses Buch lesen – und sich so auch über eine Gegenposition zur Leitmedien-Monokultur ins Bild setzen. Und damit kein Missverständnis entsteht: Es geht es nicht darum, die positiven, demokratischen Werte der USA in Frage zu stellen, sondern das andere, unterdessen wohl eigensüchtig-destruktive Gesicht der Supermacht zu erkennen – und abzuschätzen, inwieweit man als Träger von Verantwortung das eigene (europäische) Land verrät und schädigt, wenn man deren „Full Spectrum Dominance“ unterstützt.

Westend Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2014, ISBN 978-3-86489-080-2

Urs Bigler

 

Ein Leben wie von Dürrenmatt entworfen – das Leben des Marquis de Sade: eine Biographie

marquisNehmen wir an, es böte sich die Möglichkeit, einen vor zweihundert Jahren Verstorbenen zu interviewen (+ 2. Dez. 1814) und ihm die Gelegenheit zu geben, sein Leben aus Distanz zu beurteilen. Dann würde sich vielleicht eine Frage an den berühmt berüchtigten Atheisten Marquis de Sade aufdrängen: Glaubst du immer noch, dass es keinen Gott gibt? Diese Frage bietet sich einem unweigerlich nach der Lektüre vor Volker Reinhardts Biographie De Sade – oder die Vermessung des Bösen an. Man wird nämlich den Eindruck nicht los, dass irgendein Dichtergott von einem Dürrenmatschen Kaliber mit sehr viel schwarzem Humor das Leben des Marquis entwarf und mit ihm Angehörige des durch und durch dekadenten Hochadels geißeln bzw. auf die Schippe nehmen wollte.

Voraussetzungen für eine bitterböse Realsatire

De Sade ist es offenbar (wie vielen anderen Adelskindern auch) nicht vergönnt, wie der Autor schildert, eine stabile frühkindliche Beziehung zur Mutter aufzubauen. Seine Handlungen als junger Erwachsener zeigen denn auch die typischen Merkmale eines Borderline-Verhaltens: Er weckt auf der einen Seite als Charmeur Aufmerksamkeit, auf der anderen aber ist er von einer erstaunlichen Empathielosigkeit, sieht sich stets als Opfer, ist getrieben von sexuell destruktiver Lust und tritt mit einer Zielsicherheit von einem Fettnäpfchen ins andere, so dass seine Sippe zu Recht fürchtet, dadurch in den Abgrund gerissen zu werden. Der Autor macht deutlich, dass gerade das sexuelle Getriebensein und die Lust zur Grenzüberschreitung einem Adligen dieser Zeit zupass kommen können. Denn innerhalb der dekadenten Adelsschicht des 18. Jh. gilt es, vor allem als draufgängerischer Offizier oder als ausgewiesener Matratzenkenner von Paris seine Lorbeeren zu verdienen. Tüchtigkeit auf dem Gebiet der Verwaltung – also eine Eigenschaft, die den Untergebenen bzw. Ausgebeuteten niederer Stände zugute hätte kommen können, ist selbstverständlich verpönt. Insofern hätte De Sade eigentlich das beste charakterliche Rüstzeug für das Bestehen in der dem Untergang geweihten Gesellschaftsschicht gehabt. Was ihn letztlich zu Fall bringt und zur Geißel seiner Schicht werden lässt: er hat von vielen adligen Charaktereigenschaften (Hochnäsigkeit, Arroganz, Herablassung, Mitleidlosigkeit, Beziehungslosigkeit, Sexualisierung des Lebenssinns, Draufgängertum, Verschwendungssucht, Empathielosigkeit) ein bisschen zu viel, aber von einer einzigen zu wenig: dem Fingerspitzengefühl bzw. der Fähigkeit zur Lüge.

Lektüre der Biographie – auch ein bisschen Verlockung durch das Böse

Zu sagen, man sei als Leser einer solchen Biographie nicht anfällig gegen die Verführung des Bösen, wäre an dieser Stelle durchaus gelogen. Denn gerade durch die Lektüre der Seiten, auf denen sich Reinhardt der Jugend des Marquis und dem frühen Erwachsenenalter, also der Zeit vor der Inhaftierung, widmet, läuft man Gefahr, sich an eine Lust zu verlieren, die nicht besonders ehrenhaft ist: an die Lust an der Schadenfreude. So wie Volker Reinhardt das Leben des Marquis erzählt, macht es durchaus Spaß mitzuverfolgen, wie verwöhnte und bigotte Machtmenschen vom Marquis in Not und Verlegenheit gebracht werden. Da wäre die Präsidentin, Mme de Montreuil, die vermögende Schwiegermutter, die für ihre Sippschaft durch die Verheiratung ihrer Tochter vom alten Adelsgeschlecht „De Sade“ Prestige und Ansehen erhofft, aber mit der Wahl des oberflächlich charmanten Schwiegersohnes böse auf die Nase fällt. Da wären die Polizeieinheiten bzw. Schlägertrupps der Mächtigen, die wieder einmal auf Schloss Lacoste anbrennen und feststellen, dass der Übeltäter ausgebüchst ist. Da wäre die brave Systemmarionette, der dem Denken nicht besonders verpflichtete Kommandant von der Festung Miolans in Savoyen, der den von der Schwiegermutter Eingelieferten bewachen sollte und dabei kläglich scheitert. Da wäre der bigotte geistliche Onkel, der Abbé de Sade, der Betreuer des jungen Marquis im Alter von 5 bis 10 Jahren, der in seiner Blüte selbst tüchtig den fleischlichen Genüssen mit Huren frönt und sich später empört von seinem ehemaligen Zögling abwendet. Und da wäre …

Und trotzdem – das Mitleid hält sich in Grenzen

Ein bisschen schwerer kann einem die Lektüre fallen, wenn sich Reinhardt dem Schaffen des Marquis während der jahrelangen Inhaftierung widmet. De Sade versucht seinem Leben ein philosophisches Fundament zu geben, setzt es durch, dass er sich mit Rousseau beschäftigen darf, und entwirft seine Gegenposition, unter anderem auch, indem er sich zum Ziel setzt, dem absolut Boshaften ein Denkmal zu setzen (was ihm auch gelingt mit der Niederschrift von Die 120 Tage von Sodom). Ein Grundgedanke seiner Philosophie: Seine Neigungen und Leidenschaften entsprächen eben der Natur, daher sei es nur konsequent, dass Menschen, die so geartet seien wie er, diese auslebten.
Mit gemischten Gefühlen liest man diese Seiten – zum einen, weil hier das Bild eines philosophisch ambitionierten Menschen entsteht, der sich beharrlich und unbeugsam gegen Konventionen auflehnt und durchaus einem in sich schlüssigen Gedankengebäude verpflichtet bleibt, zum anderen, weil man spürt, dass sich ein Mensch trotz allem auf (selbst-)zerstörerische Weise verrennt und sich nicht durch schöpferische und erkenntnisfördernde Kraft, wie sie einem Goethe zu eigen ist, aus seiner Lebensmisere herauszuziehen vermag.

Kurz: Volker Reinhardts Biographie über den berüchtigten Atheisten liest sich flott, bietet einen differenzierten Einblick in dessen Leben und weckt mitunter den Eindruck, dass ein Dürrenmatt Pate gestanden hat.

Verlag C.H.Beck, München 2014, ISBN 978 3 406 66515 8

Urs Bigler


 

Pflichtlektüre für den Bürger, dem die Zerstörung der Demokratie nicht gleichgültig ist

„Die globale Überwachung“ – mit diesem Titel gibt der Droemer-Verlag das von Glenn Greenwald verfasste Buch über die Totalüberwachung heraus – einem Titel, der so flach ist, dass man sich nur über das Sprachbewusstsein der Verantwortlichen wunderen kann: warum so zahnlos? Denn ganz anders klingt die Ausgabe im Original: „No Place to Hide“

die_globale_ueberwachungDer promovierte amerikanische Jurist und Bürgerrechtler Greenwald, der zusammen mit Laura Poitras das Beweismaterial des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snwoden journalistisch aufgearbeitet hat, gliedert sein Buch in fünf Teile. In den ersten beiden schildert er Ereignisse rund um die Kontaktaufnahme und die turbulenten Wochen mit Snowden in Hong Kong, im dritten präsentiert er Dokumente, welche die juristisch höchst zweifelhaften Machenschaften der NSA belegen, im vierten widmet er sich den Auswirkungen der Totalüberwachung auf die Gesellschaft, und im fünften befasst er sich mit der Rolle der vierten Gewalt im Staat, d.h. jener der Medien. Das Buch liest sich wie ein Thriller – nur, was einem aufgetischt wird, ist leider nicht ein schnell verschlungener fiktionaler Leckerbissen, sondern schwere Kost mit der Tendenz, Magenverstimmung zu bereiten. Im Folgenden nun einige schwer bekömmliche Happen als Beispiele.

Staatlich bezahlte Gesetzesbrecher arbeiten bei Privaten

70 % des nationalen amerikanischen Geheimdienstbudgets (laut NZZ vom 25./26. Januar 85 Milliarden Dollar jährlich) werde im privaten Sektor ausgegeben. Das behauptet Tim Shorrock, der von Greenwald zitiert wird. Diese enorme Summe legt nahe, dass private Unternehmungen sehr eng mit der NSA kooperieren. Greenwald schreibt denn auch, wie diese breitwillig auf Geheimdienstwünsche eingegangen seien und wie sie es immer noch täten. Besorgniserregend erscheint in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das ehemals streng geheime PRISM-Programm direkten Zugriff auf Server von Google, Apple und Facebook hat. Dass dabei in der wichtigsten Suchmaschine Resultate manipuliert, unliebsame Netz-Stimmen nach hinten und dienliche nach vorne verschoben worden seien oder Konkurrenten einen Wettbewerbsnachteil erlitten hätten, schreibt der Autor nicht, doch diese Vermutung drängt sich geradezu auf.

Nur Metadaten – gar nicht so schlimm?

Es würden ja nur Metadaten gesammelt, keine Inhalte. So lautet die viel gehörte Beschwichtigung bloßgestellter Behörden. Greenwald schreibt, dass die NSA unterdessen eine Billion Metadatensätze gespeichert (durchschnittlich 138 Metadatensätze pro Kopf bei einer Weltbevölkerung von 7,2 Mia) und dafür eine riesige Anlage in Bluffdale, Utah, eingerichtet habe. Warum die Geheimdienste so versessen auf Metadatensätze sind, erklärt er so: „Selbst die Metadaten eines einzigen Telefonats können mehr Auskunft geben als der Inhalt des Gesprächs. Den Anruf einer Frau in einer Abtreibungsklinik abzuhören bringt vielleicht nicht mehr Erkenntnis, als dass ein Termin mit einer bestimmten Art von Einrichtung („East Side Clinic“ oder „Praxis Dr. Jones“) vereinbart wurde. Die Metadaten hingegen würden viel mehr enthüllen, nämlich die Identität des Angerufenen. Dasselbe gilt für Anrufe bei einer Partnervermittlung, einer Einrichtung für Schwule und Lesben, einer Entzugsklinik, einem HIV-Spezialisten oder einer Notrufnummer für Suizidgefährdete.“ (S. 194)
Was auf den ersten Blick als beruhigend empfunden wird – dass man nicht wirklich den Inhalt der Gespräche speichert, sondern deren Eckdaten – entpuppt sich also beim genaueren Hinsehen als doppelt problematisch. Der beachtliche Vorteil für Analysten dabei: Sie müssen beispielsweise kein Züridüütsch oder Walliserdialekt lernen, weil lästige Sprachbarrieren von vornherein entfallen.

Vertrauen in eine Firewall – etwas für die ganz Dummen?

Manipulation von Hardware: Greenwald legt dar, dass Geheimdienstmitarbeiter Server und Router der Firma Cisco abfangen, auspacken, manipulieren, wieder in die Kartons zurückstecken und diese mit Originalkleber versiegeln. Einmal im Einsatz, leiten sie dann direkt einen beträchtlichen Teil des Internetverkehrs in die Sammlung der NSA. In einem Dokument, in dem die verschiedenen Techniken zur Überwachung von Botschaften und Konsulaten aufgelistet werden, kann man einen Eindruck vom Erfindergeist der Schlapphüte in Sachen Infiltration von Computern und Netzwerken gewinnen. Die Programme heißen: „Highlands“ (Abgriff von Daten durch eingeschleuste Spähprogramme), „Vagrant“ (Datensammlung von Bildschirminhalten), „Ocean“ (System, das optische Effekte ausnutzt, um den Inhalt von Computerbildschirmen auszuspähen). „Genie“ (mehrstufige Operation, Überwindung eines Air-Gap-Systems, d.h. von physisch getrennten Computern) und … und … und…
Menschen, die sich in ihrem Bemühen zur Wahrung der Identität besonders klug wähnen und auf den Tor-Browser setzen (ein Browser-System, das dank einem weitverzweigten Netzwerk die eigene IP-Adresse verbergen soll), sei an dieser Stelle gesagt: Mit einem speziellen Programm attackiert die NSA das Tor-Projekt bereits längere Zeit. Und der Name dieses Programms könnte nicht schöner ausdrücken, was sie von dessen (ahnungslosen) Nutzern hält. Es nennt sich nämlich Egotistical Giraffe.

Keith Alexander – ein Allessammler und nicht zu bremsender Hansdampf?

Ein Zauberlehrling der Spitzelattacke, Keith Alexander, schien sogar General Michael Hayden, CIA- und NSA-Chef unter Präsident Bush, Bauchschmerzen zu bereiten. Das Establishment war sich zwar der juristisch grenzwertigen Aktion bewusst, stoppte sie aber nicht. Und auch bis heute sind dem höchst fragwürdigen Vorgehen keine wirklichen Riegel geschoben worden. Greenwald schreibt dazu: „Die Fraktion der „Scheinreformer“ wurde angeführt von Senatorin Dianne Feinstein, ebenjener Abgeordneten, die die Oberaufsicht über die NSA innehat. Feinstein hat sich stets für die nationale Sicherheitsindustrie starkgemacht, sei es mit ihrer entschlossenen Unterstützung des Irakkrieges oder mit der Rückendeckung für die NSA-Programme der Bush-Ära. (Ihr Mann hält mittlerweile große Anteile an Rüstungsfirmen.) Feinstein war die naheliegende Wahl für einen Ausschuss, der von sich behauptet, die Geheimdienste zu kontrollieren, jedoch schon viele Jahre lang das genaue Gegenteil tut … Die NSA ist im Grunde eine ausser Rand und Band geratene Behörde: Bei einem Minimum an Kontrolle, Transparenz und Rechenschaftspflichten kann sie tun und lassen, was sie will.“ (S. 191)
Wenn wundert es da noch, dass jeder Analyst der NSA das beliebte Programm XKeyscore (Überwachung von Websiten-Besuchen eines Internet-Nutzers und dessen E-Mail-Verkehr) ohne Genehmigung eines Vorgesetzten einsetzen darf? Kontrolle innerhalb des Geheimdienstes scheint inexistent zu sein.


Die NSA will eine neue Welt schaffen – für die USA allein

Greenwald dokumentiert mit einer Vortragsfolie aus NSA-Dokumenten den Geist, der im Geheimdienstkorps vorherrscht: „O ja! Nehmen Sie Geld, nationales Interesse und Ego zusammen – das ist die Gestaltung der Welt in großem Massstab. Welches Land möchte die Welt nicht besser machen – für sich?“ (S. 239)
Ein Überwachungssystem, wie es die USA eingerichtet hat, dient vorzüglich dazu, Wirtschaftsspionage zu betreiben. Greenwald schreibt: „Dass die NSA entgegen aller Versicherungen doch Wirtschaftsspionage betreibt, wird durch ihre eigenen Dokumente belegt. Der Dienst handelt zum Wohl seiner sogenannten „Kunden“, zu denen nicht nur das Weiße Haus, das Aussenministerium und die CIA gehören, sondern auch Wirtschaftsbehörden wie der Handelsvertreter der Vereinigten Staaten und die Ministerien für Landwirtschaft, Finanzen und Handel.“ (S. 196)
Erinnerungen an Kolonialzeiten werden dabei wach – wenn vor hundert Jahren die Herrenländer den besetzten Kolonien Rohstoffe und Nahrungsmittel entzogen, so bedienen sie sich heute ohne Hemmung und in gigantischem Ausmaß an deren intellektuellen Früchten. Letztlich sollte sich Bildungsländer der EU fragen, wie sie ihre Erträge von den Äckern der Forschung gegen eine gigantische Datensaugmaschine wie jener der USA zu schützen vermag – und ob zur Landesverteidigung eben auch eine entschlossenere Verfolgung der Gesetzesbrecher und Datendiebe gehört.

Droemer Knaur, 2014, ISBN 3426276356

Urs Bigler


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: